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Spurengase+Erwärmung 

(NA 2)

Inhalt

Klimaerwärmung und Treibhauseffekt (NA 2.1) - Was und wer gibt wieviel Kohlendioxyd ab (NA 2.2) - Welches Land gibt wieviel Kohlendioxyd ab? (NA 2.3) - Emissionen drastisch vermindern (NA 2.4) - Einsparung durch Energieeffizenz (NA 2.5) - Kohlendioxydeinsparung durch Energieeinsparung (NA 2.6) -  Anderes (und gesünderes) Essen spart Spurengase (NA 2.7) - Kohlendioxyd-Rechner im Internet (NA 2.8) - Andere Spurengase, wie FCKW (NA 2.9) - Ist Kohlendioxyd vielleicht sogar unschädlich? (NA 2.10) - Es kann auch noch schlimmer werden (NA 2.11).

Unter Zukunftsforschungen: Lösungen zur einfachen Treibhausgassenkung (NA 7.9): 1. Kohlendioxyd-Ausfilterung aus der Luft.  2. Methan der Rinder. 3. Treibstoff aus Sonne und Meer. 4. Kohlendioxydspeicherung durch Peridotit. 5. Klimagas soll Rohstoff werden.

Die Klimaerwärmung und Treibhausgase sind nur ein Problem des Umweltverbrauchs.
Alle Tatsachen sind zu beachten, sonst droht das Ende unserer Hochkultur. Die Erde wird dann wüst und leer.

 

Klimaerwärmung und Treibhauseffekt (NA 2.1)

Weil die Energienachfrage allein durch China und Indien dramatisch steigt, in den USA und Europa aber nur wenig abnimmt, wird die Einsparung gerade fossiler Energien, auch aus Bezahlbarkeitsgründen und unabhängig von der Klimaerwärmung, wichtig. Fossile Brennstoffe geben erhebliche Mengen des den Treibhauseffekt  fördernden Kohlendioxyds ab. Und China hat selbst nur geringe Kohlevorkommen mit der höchsten CO2 Emission. Siehe dazu www.leben-in-deutschland.eu unter DE 7.  Zu diesem Spurengas gehört aber auch beispielsweise Methan, dass erheblich wirksamer ist.

Der durch die Atmosphäre entstehende Treibhauseffekt ist zunächst natürlich und bringt uns normal eine Temperatur von durchschnittlich +16 Grad C, die sonst – 18 Grad C wäre. Jetzt wird es aber durch erhebliche Vermehrung der Treibhausgase oder Spurengase durch Menschenhand, und weitere Faktoren, wie Schmelzen des reflektierenden Eises, Waldeerminderung etc., noch wärmer.

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Anm. 1: Kohlendioxyd aus fossilen Brennstoffe: Vor Millionen Jahren wurde mittels Photosynthese Sonnenenergie in den damals sehr großen Urwaldpflanzen gespeichert. Dies wurde zugedeckt, bevor die vollkommene Oxydation eingetreten war. Kohle, Erdöl und Erdgas entwickelten sich daraus, die als fossile Energieträger heute bei Verbrennung das damals eingeschlossene Kohlendioxyd in unterschiedlicher Menge wieder abgeben, Braunkohle und dann Steinkohle stehen dabei an der Spitze. 1 kg Kohlenstoff (C – 1,1 kg Steinkohle) verbrennt mit Sauerstoffaufnahme = C + 2 O = Kohlendioxyd und verbraucht dabei 2,67 kg Sauerstoff aus 9 cbm Luft. Kohle hat noch den weiteren Nachteil, dass sie fast nur zur Stromgewinnung zu gebrauchen sind.

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Anm. 2: Die Erdatmosphäre ist eine Gashülle, die der leider auch abnehmende Erdmagnetismus (Vortrag von Prof. Graßmeier TU Braunschweig am 4. 6. 07) zusammenhält und an die Erde bindet. Sie besteht zu rund 78 % aus Stickstoff N2, zu rund 21 % aus Sauerstoff O2, zu jetzt rund 0,038 % aus Kohlendioxyd (siehe Vortrag Prof. Latif unten) und sodann aus weiteren Bestandteilen, wie auch Wasserdampf. Von der kurzwelligen Sonneneinstrahlung absorbiert die Atmosphäre rund 15 % direkt, rund 35 % werden von den Wolken (wenn welche da sind) reflektiert und rund 25 % werden diffus zerstreut. Nur der Rest erreicht die Erdoberfläche, wird als (langwellige) Strahlung (vor allem durch die sich vermindernde Schnee- und Eisabstrahlung) zur Atmosphäre zurückgestrahlt und von dort als Gegenstrahlung teilweise wieder zur Erde reflektiert, Treibhauseffekt genannt.

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Anfang 2010 wurde eine neue Studie des UN-Umweltprogramms (Unep) verbreitet (dpa in HA 24. 2. 10): Der Treibhausgas-Ausstoß muss stark reduziert werden, um einen verheerenden Klimawandel zu vermeiden. Weltweit müssen die Emissionen von 2020 bis 50 um 48 bis 72 % sinken. Wenn die Treibhausgase jährlich um rund 3 % gesenkt würden, bestehe eine 50-prozentige Chance, den Anstieg der weltweiten Temperaturen unter 2 Grad Celsius zu halten.

Mitte Juli 2010 wurden Hitzewellen bis 40 Grad und teilweise heftige Gewitter mit Tornados aus Deutschland gemeldet. Bei der Bundesbahn fiel z. T. die bis 32 Grad C ausgelegte Klimaanlage in den ICE aus.

Deutschlands wichtiger Klimaexperte Prof. Mojib Latif vom Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel sagte dazu auf Befragen (15. Juli 2010 in BILD), ob wir jetzt öfter solche Sommer erleben werden: "Ja, darauf müssen wir uns einstellen! In Deutschland werden die Sommermonate von zunehmender Trockenheit, Hitze, aber auch extremen Niederschlägen und Stürmen geprägt sein. Was wir jetzt erleben, ist erst der Anfang. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden die Temperaturen - wenn nichts geschieht - um 5-6 Grad steigen. Dann reden wir im Sommer von Hitzewellen mit fast 50 Grad hier in Deutschland."

"Unser ganzes Leben könnte total auf den Kopf gestellt werden", wurde Latif (am 14. 11. 2011 von T-Online) zitiert.

Unter Zukunftsforschungen "Lösungen zur einfachen Treibhausgasminderung" wird beschrieben, wie eine Senkung der Treibhausgase, zusätzlich zu den nachfolgend beschriebenen Möglichkeiten, die vor allem auch der Energieeinsparung dienen, gut möglich ist.

Wenn es denn auch gewollt wird. Denn leider leben selbst Umweltparteien oft dadurch, dass nichts gemacht wird, und die Protestwähler sie dadurch wählen. Bespielsweise trägt das Konsumverhalten hauptsächlich zur Umweltverschmutzung bei. Wer also erheblich mehr Geld zum Konsum verteilen will, weiß auch, dass dies zu gleichermaßen zu erhöhter Umweltverschmutzung führt. 

 

Was und wer gibt wieviel Kohlendioxyd ab? (NA 2.2)

Spez.-Emissionen Kohlendioxyd in kg pro kWh (Kilowatt x Stunden) 

einiger Energieträger    

Nr.

Daten

Emission

1

Brennholz

0,06 kg CO2 /kWh

2

Spezifische CO2-Emission

von Heizöl

0,30 kg CO2 /kWh

3

Spezifische CO2-Emission

 von Erdgas

0,23 kg CO2 /kWh

4

Wie vor von Braunkohle

0,46 kg CO2 /kWh

5

Wie vor Steinkohle

0,41 kg CO2 /kWh

6

Wind, Solar, Wasser

0

7

Erdwärme, Wärmepumpe

0, Stromverbrauch

8

Kernenergie

0, jedoch Atommüll

 

Die genannten Energieträger werden bei Nr. 1-3meistens ohne großen Verlust zum Endverbraucher gebracht (das Gas aus der Leitung, getankt, oder Öl in und Diesel in den Tank). Hinzu kommen jedoch erhebliche Belastungen durch Errichtung, Unterhalt, Entsorgung der Kraftwerke, Transport über Leitungen oder LKW zum Kunden.

Gesamt-Emissionen in kg pro kWh einiger Energieträger:  

Heizöl  0,75, Erdgas 0,52, Braunkohle 1,04, Steinkohle 0,92, Solarenergie 0,15, Windenergie 0,03, Wasserkraft und Kernkraft 0,02.

Der Weltklimarat (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change) ist ein internationales Expertengremium der UNO, das Sekretariat und Sitz in Genf unterhält. Sein erster Weltklimabericht, im Februar 2007 in Paris vorgestellt, sorgte bereits weltweit für Aufsehen: Der Klimawandel sollte darnach zu verheerenden Stürmen, Hitzewellen, einem Anstieg des Meeresspiegel und massiver Wasserknappheit führen. Der zweie Bericht wurde dann im April in Brüssel vorgestellt, mit weiteren Details zum Klimawandel und der dritte Bericht dann im Mai 2007 in Bangkok.

Der dritte Teil des IPCC-Weltklimaberichts rät zum schnellen Gegensteuern bei den Treibhausgasen und weist gleichzeitig auf Fehler und Möglichkeiten hin. Bei einem Vergleich der Erzeuger fällt auf, dass die Land- und Forstwirtschaft der mit Abstand größte Erzeuger von Treibhausgasen ist und die Beheizung (und Kühlung) von Gebäuden die geringste CO2-Abgabe bringt. Man sollte vor allem nicht nur auf CO2 konzentrieren, Methan und Lachgas aus der Viehhaltung, dem Reisanbau und der Stickstoffdüngung in der Landwirtschaft sind schädlicher. (IPCC-Bericht 07 nach FTD 22. 2. 07)        

Einteilung der Treibhausgase nach  IPCC-Bericht 2007:

Nr.

Erzeuger

Zunahmetrend

Gegenmaßnahmen

Menge %

Land- u. Forstwirtschaft

Bis 2030 + 60 %

Erheblich ansteigend

Wiederaufforstung, Schutz d. Wälder, Verminderung des Einsatzes von Düngemitteln, keine Biokraftstoffe

30.9 %

Energieversorgung

Bis 2030 + 50 %

Erheblich ansteigend

Steigerung d. Effizienz, Gas-Bevorzugung, Ausbau Solar, Wasser, Erdwärme, Wind, Gezeiten etc

25,9 %

Industrie

Gering ansteigend

Ausfilterung von CO2, Austausch ineffizienter Anlagen, kohlenstofffreie Prozesstechnologien.

19,4 %

4

Transport

Bis 2030 + 80 %

Evtl. Holzabfälle zur Ethanolherstellung, geringerer Kraftstoffverbrauch.

13,1 %

Gebäude

Bis 2030 + 30-90 % m

Neue Heiz- und Dämmtechnik für Alt- u. Neubauten, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Solar, Erdwärme, neues Glas

7,9 %

 

Sonstige

 

 

2,8 %

(Nach FTD 22. 2. 07 - außer Gegenmaßnahmen)

Zunehmend merkte man, dass auch der Schiffsverkehr das Klima belastet. Nach einer neuen Studie der HypoVereinsbank sind es gegenwärtig 4 - 5 % bei 1,2 Milliarden Tonnen Kohlendioxyd/Jahr. Bis 2013 könnten dies 1,6 Mrd. To. werden, wenn alle bestellten Schiffe in Fahrt kämen - wenn (dpa in HA 27. 2. 09). 

Der Hauptzuwachs der Treibhausgase wird nach IPCC-Bericht bei 60 % in der Land- und Forstwirtschaft, 50 % bei der Energieversorgung, 80 % beim Transport und 60 % bei den Gebäuden liegen, also Gesamt (bezogen auf die Menge) 18,5 % + 12,5 % + 15,5 % + 10,5 % + 4,7 % =

61,7 % wäre nach dem IPCC-Bericht 2007 die Gesamtsteigerung an Treibhausgasen bis 2030, selbst bei großer Energieeinsparung - und 56,8 % Treibhausgase wurden 2007 (nach IPCC-Bericht) durch die Land- und Forstwirtschaft (die deutsche Forstwirtschaft verbraucht sie dagegen) abgegeben.

 

Welches Land gab wieviel Kohlendioxyd ab? (NA 2.3)

Kohlendioxydabgabe pro Land insgesamt und pro Einwohner 2004:

(Spalten 2-4 aus DER  SPIEGEL 16/2007 aus 2004, Spalte 5 EW aus 2005, Deutschland steht dabei an 4. Stelle )

1

2

3

4

5

6

7

8

Nr.

Land

Mio. t 

CO 2

In % von

gesamt

Einwohner

in Mio.

CO 2 Mio t/

Mio Einw.

Stelle

d. L.

Mio. t  bei Sen-

kung D auf ½ =5

1

USA

5912

21,9

296

19,97

1.

1480

2

China

4707

17,4

1306

3,60

 

6530

3

Russland

1685

6,2

143

11,78

3.

715

4

Japan

1262

4,7

127

9,94

6.

635

5

Indien

1113

4,1

1080

1,03

 

5400

6

Deutschland

862

3,2

82

10,51

4.

410

7

Kanada

588

2,2

33

17,82

2.

165

8

Großbritannien

580

2,1

60

9,67

8.

300

9

Südkorea

497

1,8

48

10,35

5.

240

10

Italien

485

1,8

58

8,36

9.

290

11

Südafrika

430

1,6

44

9,77

7.

220

12

Frankreich

406

1,5

62

6,55

10.

310

13

Zusammen

18527

68,5

3339

 

 

16695

 

Zwischenzeitlich hat China die USA überholt. Aber Deutschland liegt noch immer vorn.

Ende September 2008 stellten internationale Experten des Global Carbon Projects (GCP) in Paris und Washington ihren neuen Bericht vor. Der Weltweite Kohlendioxyd-Ausstoß errreichte darnach ein neues Rekordniveau. China überholte die USA bei den Emissionen. Fast ausschließlich in europäischen Staaten ging der Ausstoß zurück: In Dänemark 8 %, in Deutschlöand und England um 3 %, in Frankreich  um 2 %. (AP/AFP/Fra in HA 27./28. 9. 08) - Viel ist auch das nicht.

Wegen der unglaublichen Waldrodung für Biokraftstoffe stand Indonesien 2006 mit 2 Mrd. t CO2 plötzlich an dritter Stelle. Deutschland stand 2004 an 4ter Stelle bei der CO2-Abgabemenge pro Einwohner und steht heute nach dem später beschriebenen Vortrag von Prof. Latif immer noch an 4. Stelle. Sollte die CO 2 -Abgabe allein Ursache der Temperaturerhöhungen sein, könnte das Klima gerettet werden, wenn alle Einwohner nur so viel CO 2 pro Einwohner abgeben würden wie die Franzosen. Die erreichen dies aber nur mit Atomkraftwerken, die andererseits in Deutschland abgeschaltet werden sollen.

Deutschland stand auch noch 2007/8 an 4. Stelle der CO 2 -Emittentenn pro Einwohner. Die gesamte noch geplante sogenannte erneuerbare Energie kann bei weitem noch nicht die abzuschaltende Atomkraft ausgleichen. Ein Grund des Einspruchs von Wolfgang Clement gegen Wahlkampfabschaltungen zur Hessen-Wahl Anfang 2008. Zur gleichen Zeit waren 16 neue Kohlekraftwerke geplant (Stand Januar 2008). Die CO 2 -Abgabe würde sich dadurch weiter erhöhen. Außerdem wird auch Kohle bereits knapp. So stellte China seine Kohlelieferungen ab Januar 2008 an umliegende Staaten wegen Eigenbedarfs schon zeitweise ein.

Sollte die CO 2 -Abgabe allein Ursache der Temperaturerhöhungen sein, könnte das Klima gerettet werden, wenn alle Einwohner nur so viel CO 2 pro Einwohner abgeben würden wie die Franzosen. Die erreichen dies aber nur mit Atomkraftwerken (siehe Energie-Alternativen), die andererseits in Deutschland abgeschaltet werden sollen. Deshalb stand Deutschland bei der letzten G 8 - Konferenz unter erheblicher Kritik. Die Atomkraft-Probleme sind allerdings groß.

In vielen Ländern, besonders in Indien und China, werden große Mengen weiterer Atom-Kraftwerke errichtet werden. Deutschland umgebende Länder, wie die Tschechei und Frankreich beispielsweise, bleiben bei den Atomkraftwerken und gefährden Deutschland weiterhin. Nur neue Erfindungen (zusätzlich zu den vorhandenen der "erneuerbaren Energien") können die Atomenergie ausgleichen.

Eine wichtige Erfindung wäre die sichere Endlagerung für Atommüll, die in allen Reaktor Betreiberländern für Millionen Jahre sicher geregelt werden müsste.  Hier hätten schon lange Lösungen gefunden werden können, die möglich und sicher sind. Stattdessen wurde über Jahre nichts gemacht.  Die jetzigen Endlagerungslösungen sind schon in Deutschland nicht nachhaltig genung.

Bei der Weltklimakonferenz in Kyoto beschlossen viele Industriestaaten, den Ausstoß von CO 2 bis 2012 weltweit um 5,2% zu reduzieren (obwohl Hauptverursacher wie die USA und Russland nicht unterzeichnen). Die EU will um 8 % und Deutschland um 21 % verringern. Die EU will vorangehen, hier vor allem Deutschland. Am 25. 10. 2003 beschließt sie den Emissionshandel. Am 1. 1.  2005 will die EU bis 2008 eine Testphase des Emissionshandels starten. Dann sollen alle Firmen zur CO 2 - Reduktion verpflichtet werden oder Emissionsrechte kaufen.

Die Vorbereitungskonferenz zur Weltklimakonferenz für neue Emissionsziele nach 2012 fand Ende 2008 in Poznan (Posen) in Polen statt. Sie endete ohne konkrete Emissionsziele. Besonders Russland, Japan, Kanada und Australien hatten sich gegen gegen eine Nennung konkreter Emissionsziele ausgesprochen. 

Um so schnell wie möglich eine Klimaerwärmungseinschränkung zu erreichen, wollte die EU nach dem G 8-Gipfel in Heiligendamm, später auch die USA, Kanada und Russland, soweit möglich und sinnvoll, über die UNO zunächst die Einschränkung der Treibhausgasemissionen (Kohlendioxyd u. a.) und des Energieverbrauchs allgemein unter Federführung der UNO erreichen.

 

Emissionen drastisch vermindern (NA 2.4)

Im Mai 2008 hielt der international anerkannte Meteorologe Professor Dr. Mojib Latif vom Kieler Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften nahe Hamburg einen Vortrag über Wahrheiten zum Klimawandel. Einige dieser Wahrheiten: Ausgangspunkt sei der weltweite Verbrauch von Ressourcen. Der sei zur Zeit so intensiv, dass sie in absehbarer Zeit aufgebraucht sein werden (er nannte hier Fisch und Holz). Die Verbrennung fossiler Brennstoffe würde den Anteil der Spurengase in der Atmosphäre erhöhen und es sei unzweifelhaft, dass der mit 0,38 % geringe Anteil an Kohlendioxyd in den letzten 650.000 Jahren noch nie so angestiegen sei. Der weltweite Kohlendioxyd Anstieg verläuft weiterhin exponentiell. Sein Fazit: "Es gibt gegenwärtig keinen Klimaschutz".

Und weiter: In Europa stünde Deutschland bei der Emission von Spurengasen gegenwärtig an 1. Stelle (siehe auch Tabelle). Die bisherigen Reduzierungen von 20 % seien ja nur auf Modernisierungen von Industrieanlagen der ehemaligen DDR zurückzuführen. - Wie zum Beweis brachte der Autor Hans-J. Kiene in seiem Buch "(V)erbaute Gesundheit" eine Deutschland-Karte, die zeigt, dass die Krebserkrankungen in der Nähe der damaligen Zonengrenze wegen der Umweltverschmutzung in der DDR erheblich erhöht waren (siehe www.kiene-info.de ). 

Doch zurück zu dem Fachmann Latif: "Wann immer die EU (zum Klimaschutz) etwas beschließt, kommt Gegenwind aus Deutschland". In Anlehnung an Einstein sagte Latif:

Probleme können nicht mit derselben Denkart gelöst werden, wie mit derjenigen, die zu diesen Problemen geführt haben.

Sodann bestände ein Zusammenhang zwischen Wasser- und Erdmasse, weil sich Erdmasse schneller erwärmen würde.

Zusätzlich wären zuberücksichtigten (die Redaktion):

Das Mehr an erzeugter aber nicht verbrauchter Energie durch Komfort für alle (z. B. China und alle  früher sozialistischen Länder seit 2000 - und der Westen seit 1940) verbleibt nach dem Energieerhaltungsgesetz auch zur Klimaerwärmung. Hinzu kommt die sich verringernde Rückstrahlung wegen der Eisschmelze. 

Die Diskussion geht sicher weiter: 2009 findet in Genf die Dritte Weltklimakonferenz (WCC-3) der WMO statt, auf der Vertreter aus 182 Mitgliedsstaaten zusammenkommen. Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGV) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) haben mit dem Leiter des Organisationsausschusses Prof. Dr. Viesbeck von der Uni Kiel, IFM-Geomar ein Internetforum im Vorwege dazu eingerichtet: http://wcc3forum.dgvn.de/ .

 

Einsparung durch Energieeffizenz (NA 2.5)

Die Einteilung Treibhausemissionen nach IPCC Bericht 2007 zeigt unter Nr. 2, dass bei der Energieherstellung und Verteilung erhebliche Verluste auftreten. Sie werden beispielhaft in den nachfolgenden Übersichten für Deutschland und weltweit gezeigt.

Der elektrische Strom hat bei der Herstellung, Verteilung und oft fehlenden Speicherung erhebliche Verluste bei seinem Weg von der erstellten Primärenergie zur Endenergie. Darum ist der Energie-Preis auch  teurer als bei der Gasenergie, die weniger Treibhausgase abgibt.   

Die Energiepreise werden mit größter Geschwindigkeit steigen. Notwendig sind deshalb nachhaltige Energieeffizienz und Energieeinsparung.

Primärenergie – Verluste = Endenergie: Bei Vergleich der Elektro- und Gasrechnung fällt sofort auf, dass Gas erheblich billiger als die Elektroenergie ist. Während Gas, oder auch Öl, über Leitungen oder Behälter ohne Verlust direkt zum Verbraucher kommen, wird Elektrisch fast immer an einem anderen Ort hergestellt  und dann über Leitungen zum Verbraucher gebracht. Aus der ersten Energie, der Primärenergie erhält der Verbraucher nur die um bis rund 35 % verminderte elektrische Endenergie.

Die Elektrizitätswerke stellen meistens aus der angelieferten fossilen Stein- und Braunkohle über die Verbrennung in Generatoren zu über 80 % der Elektroenergie mit hoher CO 2 -Abgabe her. Dabei verbraucht auch die Herstellung und Verteilung selbst erhebliche Energie. Weniger CO 2 wird bei Gasverwertung in den E-Werken abgegeben und die Umwelt weniger verschmutz. Bei der Verteilung und dem Verbrauch gilt dies gleichermaßen für die so genannten erneuerbaren Energien. Jede zum Transport in den Leitungen notwendige Umspannung verbraucht Energie, und die Leitungen verbrauchen ebenfalls Energie.

Ein Hochspannungstransformator kann allein die Klimabilanz mit 2000 Tonnen CO 2 pro Jahr belasten. Sie sollen ab 2009 schrittweise gegen die von Kammerling Onnes erfundenen Supraleiter ausgetauscht werden. 1986 entwickelten daraus Alex Müller und Georg Bednorz die ersten Hochtemperatur-Supraleiter.

Deutscher Energieverbrauch (1999)

Nr.

Verbrauch

%

 

Primärenergieverbrauch

100 %

1

Verluste im Energiesektor +nichtenergetischer  Verbrauch

34,5 %

Rest:

Endenergieverbrauch

65,5 %

 

Der teilt sich wie folgt auf:

 

2

Industrie

16,8 %

3

Wohnhäuser, Haushalte

18,6 %

4

Militär

  0,2 %

5

Gewerbe, Dienstleistung

10,3 %

6

Verkehr

19,6 %

 

Zusammen 

100 %

Aus: INFO-sd.de NA 1.5.1

 

Weltweiter Energieverbrauch (2005)

 

Nr.

Verbrauch

%

 

Prmärenergieverbrauch

100

1

Verluste im Energiesektor

- nichtenergetischer Verbrauch

36

 

Dem Verbraucher angelieferte

Restenergie:

64

2

Davon an Industrie mit Gewerbe + Dienstleistung

31

3

An Wohnhäuser, Haushalte

14

4

An Transport u. Verkehr

19

 

Zusammen

100

Aus: INFO-sd.de NA 1.5.2

 

Weltweites Energieaufkommen (2005) 

Nr.

Energieaufkommen

%

CO 2

1

Öl

36

0,30 

2

Erdgas

21

0,23 

3

Kohle

24

0,41 

 

Fossile Energie Zusammen

81

 

4

Kernkraft

6

0

5

Holz/Biomasse/Abfälle

10

0

6

Wasserkraft

2

0

 

Solar/Wind/Biokraftstoffe/Erdwärme

1

0

 

Zusammen

 100

 

Aus: INFO-sd.de NA 1.5.3

Von dem weltweiten Energieaufkommen stammt rund 80 % aus fossilen Energien. Nach der Kernkraft mit rund 6 % verbleiben 14 % für die sog. regenerative Energie. Diese Gesamtenergie vermindert sich um rund 36 % für Verluste. Hier und bei der allgemeinen Energieeinsparung kann das notwendige Energieaufkommen zuerst vermindert werden.

 

Kohlendioxydeinsparung durch Energieeinsparung (NA 2.6)

Weil rund die Hälfte der Kohlendioxyd-Abgabe durch die Land- u. (ausländische)Forstwirtschaft sowie Stromherstellungs- und Verteilungsverluste entstehen, ermöglichen besonders diese Bereiche Einsparpotential.  Die negative Holz- und Pflanzenvergeudung für Biokraftstoffe oder das Steakessen gehören ebenfalls zu den Einsparüberlegungen.

Das DGB- und SPD-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel unterbreitete Jakob Schlandt von der Berliner Zeitung (Nr.168/08) einen neuartigen und gleichzeitig sozialen Strom-Energieeinsparungsvorschlag: "...Ein diskussionswürdiges Modell könnte ein unbürokratisches Basis-Deputat an Strom sein. Es garantiert für jeden Haushalt (wohl nach Kopfzahl) eine bestimmte Grundmenge Strom zu einem bezahlbaren Preis. Wer mehr braucht zahlt progressiv mehr. das hält zum Sparen an und ermöglicht den Stromanbietern gleichzeitig eine Mischkalkulation." Wahrscheinlich könnte dies auch für die Gasabnahme gelten.

Weitere Energieeinsparungsvorschläge werden von Städten und dem Umweltministerium überall verteilt.

Zur Energieeinsparung im Neu- und Umbaubau - sowie bei der Haussanierung -  siehe auch www.Haussanierungspraxis.de.

Eine Beratung soll ab Ende 2009) unter www.bauberatung-hotline.de erfolgen.

Alles über die Übersicht des INFO-Service-Deutschland.eu  http://www.info-sd.de/

Wichtig:

Das Umweltministerium hat zusätzlich eine Klima-Hotline eingerichtet: 0180-200 4 200.

Zwecks Anregung werden nachfolgend einige Energieeinsparungsvorschläge gemacht:

1. ) Bei der PKW-Fahrt

  • Kleine Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen.
  • Geringverbrauchs-PKW, wie Smart Fortwo cdi. Das Ziel der EU von 120 g/km CO2 ab 2012 ist noch weit entfernt.
  • Umrüstung auf Autogas (ca. 2.500 € - bei Autogas rund 500 km Reichweite) oder Erdgas. – Bei Auto- und Erdgas kann außerdem Benzin getankt werden. Autogas ca. ½ Preis vom Benzin.
  • Ungenutzte Dachgepäckträger verbrauchen ca. 12 % mehr an Kraftstoff.
  • Auto-Klimaanlagen: Hoher Verbrauch und hohe Umweltschädlichkeit, darum möglichst oft ausschalten (fällt bei Automatik-Anlagen meistens schwerer). Auto in den Schatten stellen und vor der Fahrt kurz lüften. Um die Temperatur von 31 auf 22 Grad zu kühlen, verbrauchten Testfahrzeuge in den ersten 3 Minuten 2,42 bis 4,14 Ltr. pro 100 km. Um die Temperaturen dann zu halten, sei dann mit einem Mehrverbrauch von 0,76 bis 2,11 l. In der Stadt und 0,09 bis 0,66 l/100 km auf der Autobahn zu rechnen (ADAC/dpa in HA 12. 6. 07).
  • Ein helles Auto benötigt erheblich weniger Kühlung als ein dunkles, das bis 5 Grad wärmer ist, und verbraucht deshalb im Sommer weniger Kraftstoff. Außerdem muss ein dunkles Auto häufiger mit Abblendlicht fahren, um  gesehen zu werden.
  • Reifen mit optimiertem Rollwiderstand sparen lt. ADAC i. M. rund 0,15 l/100 km (Leichtlaufreifen).
  • Vorausschauend fahren: Z. B. bei Rot in der Ferne schon ohne Gas fahren, ökologisches Fahrertraining.
  • 1/3 der Höchstgeschwindigkeit: Setzt den Kraftstoffverbrauch/100 km um rund 1/3 herab. Z. B. 6 statt 9 Ltr.
  • Mit Fahrgemeinschaft oder Bus/Bahn zur Arbeit fahren.
  • Allgemein: Carsharing (einige Familien leasen 1 Auto), Bus + Bahn, Fahrrad für kleinere und der Fußweg für sehr kleine Strecken. 

2. ) In Haushalt und Betrieb

  • Zum Ökostromanbieter wechseln.
  • Gas- statt Elektroherd wählen.
  • Sämtliche Elektrogeräte (mit Spulen) – wie PC, Monitore, Drucker, Scanner, Fernseher, Receiver, Stereoanlagen, DVD, Videorecorder, schnurlose Telefone etc., über 2 polige Ausschaltdosen schalten. Nur üblichen Stand-by-Betrieb nicht zu benutzen oder das Gerät auszuschalten reicht oft nicht. Zwei polige Aus- oder Stand-by-Schalter schließen immer die Stromphase ein. 
  • Energiesparlampen sparen rund 65 % Beleuchtungskosten
  • Kühlschränke und Tiefkühlschränke nicht neben Wärmequellen (wie Herde) stellen u. mögl. 20 cm von der Wand. Tiefkühl- und Kühlschranktür nur kurz öffnen. Kühlschranktemperatur nicht zu tief einstellen. Kühlschrank regelmäßig abtauen (bei 1cm Eis) und defekte Dichtungen austauschen.

  • Geschirrspüler bei schneller Geschirrfüllung möglichst mit kleinem Programm (Gläser  spülen) laufen lassen.

  • Genaue Strom-Verbrauchswerte erhält man durch ein Energiekosten-Messgerät, wie z. B. VOLTCRAFT (zum Anlieferungspreis von ca. 30 € bei Conrad Tel. 0180/531 21 11).

  • Strom mit Gas + bei der Heizung selbst  herstellen.

  • Die Firma STRATO AG: "Einmal Googeln benötigt so viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Eine Figur in der virtuellen Welt "Second Life" verbraucht so viel Energie wie ein lebendiger Brasilianer." Internet nach Gebrauch ausmachen.

3. ) Beim Heizen sparen

  • Temperatur tagsüber auf 20 und nachts auf 15 Grad senken .
  • Umluft bei Heizkörpern von Vorhängen  freihalten.
  • Heizkörper entlüften.
  • Fensterdichtigkeit vom Tischler einstellen lassen.
  • Kurz mit dem Fensterdrehflügel lüften (nicht lange kippen).

4.)  Neu- und Bestandsbauten mit geringstem Energieverbrauch versehen.

Siehe hierzu auch Pro Umwelt Adressen und www.neubaupraxis.info oder www.haussanierungspraxis.de .

 

Viele weitere Vorschläge werden unterbreitet, wie umweltfreundlich Einkaufen (örtliche, Bio, saisonale Ware einkaufen etc). Dazu z. B. bevorzugen: Der blaue Engel oder EcoTopTen - und "No-Energy" unter www.no-e.de .

 

Anderes (und gesünderes) Essen spart Spurengase (NA 2.7)

Der ehemaloge Chef des Uno-Umweltprogramms und frühere deutsche Umweltminister (CDU) Prof. Klaus Töpfer ist einer der international anerkanntesten Umweltexperten. Mit 70 Jahren setzt er sich überall in der Welt uneigennützig für die Verbreitung dringend notwendiger Maßnahmen zum Schutze der Umwelt ein - beispielsweise lehrt er an der chinesischen Elite-Universität Tongij (Schanghai) zwei Monate im Jahr.

Angelika Hillmer, die Klimaexpertin des Hamburger Abendblattes, befragte Herrn Töpfer (25. 8. 08 in HA "Wir essen Erdöl") vor vielen Zuhörern auf einer Veranstaltung in Hamburg. Töpfer warnte davor, als Alibiposition auf die wachsenden Völker Asiens und Afrikas zu zeigen. Wir müssten schon bei uns selbst anfengen, mit weniger auszukommen. Zum Beispiel Essgewohnheiten sagte Töpfer: "Die Energieintensität unseres Essens ist drastisch angestiegen. Wir essen Erdöl, um es brutal zu sagen.

Unsere Essgewohnheiten globalisieren sich, es werden sehr viel mehr Fleisch, Milch und Milchprodukte sowie vorgefertigte Nahrung gegessen. Das kostet dramatisch mehr Flächen und Energien." (Töpfer)

Vivian Wichmann ergänzte dazu (Leserbrief 27. 8. 08 in HA) "...Ein vegetarischer Lebensstil oder zumindest ein drastisch gesenkter Fleischkonsum mit Fleisch aus Bio-Haltung mit regional erzeugten Futtermitteln würde nicht nur ungezählten Tieren helfen, die jetzt in Massentierhaltung extrem leiden, sondern auch weitere Landflucht und die Ausweitung ungerechter Strukturen eindämmen. Gerade Christen sollten sich ihrer Verantwortung auch im Konsumverhalten bewusst sein. Eine "Belohnung" gibt es schon hier auf Erden: Fleischarme und fleischlose Ernährung vermindern das Krankheitsrisiko.

Fast zur gleichen Zeit zitierte der Buchautor Franz Alt - "Sonnige Aussichten" - (in ETD Nr. 34/08) den bayerischen Landwirtschaftsminister Miller mit den Worten: "Wer sich fleischlos oder mit weniger Fleisch ernährt schützt das Klima." Zuvor begann er seinen Kommentar mit einer Mahnung des damaligen amerikanischen Präsidenten Clinton der schon vor 10 Jahren zu 10 % weniger Fleischverzehr anregen wollte. Doch inzwischen übernehmen, darauf wies auch Töpfer hin, selbst die Schwellenländer oder China z. T. die Lebensgewohnheiten der alten Wohlstandsländer. Franz Alt berichtete sodann: "Die Fleischindustrie braucht inzwischen 40 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche unserer Erde und außerdem riesige Mengen fossiler Brennstoffe..."

Der Hauptautor Kiene möchte hier die Kritik am Fleischverbrauch ergänzen: Vor rund 20 Jahren erzählte ihm ein Chinese, das die ärmere Bevölkerung in China den billigen Naturreis aß und dabei auch kaum krank wurde. Die reichen Chinesen begannen dann den weißen, geschälten Reis zu essen. Sie wurden nun immer öfter krank, weil darin ja viele Nährstoffe fehlten. Sie aßen natürlich auch mehr Reis. Gleiches gilt für unseren Kornverbrauch.

Es würde auch weniger Korn verbraucht werden, wenn wir mehr Vollkorn essen würden, weil davon erheblich weniger verzehrt werden müsste. Denn gerade das volle Korn enthält wichtige Nährstoffe, alle wären dann weniger krank, wären schlanker und die Krankenkasse würden nicht laufend teurer werden.

Auch Fleisch und Milchprodukte enthalten wichtige Nährstoffe, die durch Zucker und Weißmehl nicht ausgeglichen werden können. - Siehe hierzu auch www.Leben-in-Deutschland.eu , Gesunde Medizin oder über http://www.info-sd.de/. - Die Chinesen werden, dank der Marktwirtschaft, jetzt reicher und übernehmen z. T. unsere Reichtums-Lebensgewohnheiten, mehr Fleisch zu essen. Dem Verfasser sagte dazu ein Chinese aus Honkong (im kommunistische China gab es das Problem nur bei den Funktionären), dass man früher dort viele Leiden nicht kannte. Zuerst aßen die Reichen dann den geschälten Reis und bekamen prompt die auch bei uns üblichen Reichtums-Krankheiten.

 

Kohlendioxyd-Rechner im Internet (NA 2.8) Hier Links

Der Bundesverband Verbraucher Initiative e. V.  www.verbraucher.org hat Anfang 2007 einige Rechner im Internet geprüft. Durch einfache Eingabe des Verbrauchsprofils kommt man zur Emissionsausgabe. Nachfolgend einige Anbieter mit Internet-Adresse:

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz: www.bayern.de - dort beim Landesamt.

Detsche BP: www.deutschebp.de - dort weiterschalten.

Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energie (IWR): www.iwr.de - dort weiterschalten.

Die genannten kamen bei dem Test einer 3 Personen-Wohnung mit Geräten ungefähr auf die gleiche Menge von 5 to. Greenpeace-Berlin lag bei ca. 9 to./Jahr. Die Gesamtklimabilanz incl. PKW liegt nach einer anderen Aufstellung bei rund 33 to hier und 3 to in Indien.  

 

Andere Spurengase, wie beispielsweise FCKW (NA 2.9)

Die Ozonschicht: Wer sich heute in die Sonne legt, verbrennt viel schnellern als vor 30 Jahren. Es wird deshalb zu einem hohen Sonnenschutzfaktor um 25 geraten. Der wichtige Schutz der Ozon-Schicht im Bereich 20-25 km Höhe gegen ungefilterte UV-Strahlung hat sich erheblich verringert. Deren Zerstörung durch FCKW aus Spray- und Kühlgeräten wurde teilweise gebremst. Weil sich die ozonreiche, polare Kaltluft durch die Klimaerwärmung vermindert, wird die dann wärmere Luft zusätzlich ozonärmer. Ein Flugverbot müsste in dieser Höhenlage eine Selbstverständlichkeit sein.

Eine weitere Gefahr sind Automatic-Auto-Klimaanlagen, weil sie meistens ein- und nie ausgestellt sind. Zusätzlich setzen alle Autoklimaanlagen ein Treibhausgas frei, das lt. UBA 1.430-fach schädlicher sein soll als das immer wieder genannte Kohlendioxyd.  Das Umweltbundesamt (UBA) forderte deshalb die Autohersteller auf, so schnell wie möglich auf ein erheblich klimaschonenderes natürliches Kältemittel, wie R744 umzustellen (Hi in HA 15. 5. 07). Dies war im Jahre 2007.

Im Jahre 2008 wies das UBA erneut auf das Problem hin: Heute hätten 400 Mio PKW eine Klimaanlage, bis 2015 werden es nach Schätzungen von Fachleuten eine Milliarde Autos sein. Ihre Klimaanlagen werden, so der Weltklimarat IPCC (siehe auch oben) den Treibhauseffekt um mindestens 270 Millionen Tonnen Kohlendioxyd-Äquivalent verstärken, wenn weiterhin syntetische Kältemittel, wie R 134a, benutzt werden. Stattdessen sollte R744, später 1234 yf engesetzt werden (ang in HA 11. 6. 08). - Es passierte aber nichts. Die schädlichen Kältemittel müssten dringend international verboten werden.

Ab 2011 sollte dann das Kältemittel 1234 yf eingesetzt werden. Im November wiesen dann der Verkehrsclub Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe aus Berlin darauf hin, dass das geplante Ersatzkühlmittel keine Alternative sei sondern die Gesundheit gefährde. Als Kältemittel wurde Kohlendioxyd empfohlen (hi 4. 11. 2010 im HA).

Auto-Klimaanlagen schädigen durch ihren Energieverbrauch und das verwandte Kältemittel nachhaltig die Umwelt. 

Für den Menschen, viele Tiere, und die Pflanzen ist die Verringerung der Ozonschicht auf teilweise Null eine große Gefahr. So tötet UV-Strahlung bereits den Kabeljau im Atlantik. Zoologen der University of New Hampshire fanden heraus, dass 90 % der geschlüpften Jungtiere in der Tiefe bis 8 Metern durch die erhöhte Strahlungsstärke absterben  (Journal of Experimental Biology, Bd. 204, S. 157). Bezüglich der Ozonschädigung sind, neben dem Handeln, weitere Untersuchungen nötig. Einige Forscher halten auch entweichendes Erdgas für ozonschädlich. 

Im September 2007 beschloss die UNO ab 2020 keine Produktion von H-FCKW mehr zuzulassen (AP/AFP/HA 24. 9. 2007) zwar 10 Jahre eher - aber immer noch zu spät.  

 

Ist Kohlendioxyd vielleicht sogar unschädlich? (NA 2.10)

Immer wieder weisen einige Meterologen auch darauf hin, dass die Temperaturentwicklungsaufzeichnungen nach Baumrinden und späteren Messmöglichkeiten immer wieder erhebliche Abweichungen vom Mittel brachten. Wichtiges Ergebnis:

Die Klimaänderung und Umweltverschmutzung stehen in keinem Zusammenhang (Meteorologe Dr. Boris Berry).

Der international tätige Borris Berry meint (in ETD Nr. 30/08): "Das wissenschaftliche Fundament des Kyoto Protokolls enthält 2 prinzipielle Fehler:

  1. Es gab viele Perioden in der Erdgeschichte, in denen es wärmer war und die Atmosphäre mehr Kohlendioxyd enthiel als heute. Die Befürworter des Kyoto-Protokolls verwenden diese Korrelation als Beweis für den Einfluss des Treibhauseffektes auf die Atmosphäre. In Wirklichkeit ist der Kohlendioxydanstieg Folge eines natürlichen Temperaturanstiegs an der Oberfläche des Meeres. Je wärmer Klima und Meer werden, umso mehr Kohlendioxyd wird von den Meeren in die Atmosphäre entlassen. Es ist eine wohlbekanntes chemisches Verhalten: Kohlendioxyd entweicht dem Wasser, wenn es sich aufheizt. Es gibt strenge Indizien, dass Zuwächse in der Kohlendioxyd-Konzentration Jahrzehnte nach einem Temperaturanstieg stattfinden.Das Resultat der Erwärmung (Isolierung von Kohlendioxyd) wurde absichtlich mit der Ursache der Existenz von klimatischen Warmperioden vermischt.
  2. Bodennahe Luft hältz die Hitze besser als Kohlendioxyd. Die Sättigung der Atmosphäre durch zusätzliche Kohlendioxyd-Mengen führt immer zu tendenzieller Abkühlung der Luft. Theoretische Schätzungen zeigten, dass eine Ersetzen eines existierenden Stickstoff-Sauerstoffgemisches (78 % zu 21 %) in der Erdatmosphäre mit Kohlendioxyd (100 %) immer in einer Abkühlung der Erdoberfläche um nahezu 2 Grad Celsius resultieren dürfte (http://macroevolution.narod.ru/sorohtin.htm).

Die Natur ist weiser als der Mensch. Wird das Klima wärmer, extrahiert die Natur mehr an Kohlendioxyd-Gas aus dem Wasser, das die Erde bedeckt, was für Pflanzen zu dieser Zeit sehr nützlich ist. Dieser Beweis zeigt, Annahmen über globale Erwärmung in Relation zum modernen Industrieboom und seinem Treibhauseffekt sind einfach unkorrekt. (Dies war nur einer kleiner Ausschnitt aus dem langen Artikel. Näheres über den Verfasser z. T. über http://www.netpilot.ca/geocryology/annalis/index.htm . Der Verfasser sieht nach den ihm vorliegenden Daten ab 2035 einen erheblichen Temperaturabfall - im Gegensatz zum prognostizierten -anstieg. Sicher besteht noch Diskussionsbedarf, um Fehler zu vermeiden (siehe auch Zukunftsforschungen).

 

Es kann auch noch schlimmer werden (NA 2.11)

Chris Field, einer der Hauptautoren des vor 2 Jahren vom Weltklimarat veröffentlichten 4. Sachstandsberichtes, warnte am 14. 2. 09 auf der AAAS-Konferenz in Chikago vor einem noch schlimmeren Klimawandel als bislang angenommen:

Bei der Klimaerwärmung könnten mehr Tropenwälder aufbrennen als bisher angenommen (siehe auch Australien unter "Die Ökologiekrise), die dabei zusätzlich Kohlendioxyd freisetzen. Beim Auftauen der arktischen Tundra tauen auch die tiefgefrorenen Pflanzen auf. Dies gibt (ähnlich wie bei Öl und Kohle) das gebundene Kohlendioxyd ab. Dadurch könnte 10 mal mehr Kohlendioxyd freigesetzt werden als im gesamten Industriezeitalter. Doch damit nicht genug: China und Indien bauen viele Kohlekraftwerke, die zusätzlich gewaltige Mengen Kohlendioxyd freisetzen (Angelika Hillmer in HA 16. 2. 09). Es kann also auch noch schlimmer werden als bisher prognostiziert. 

Allerdings wunderten sich alle, als es hieß (dpa am 3. 12. 2010 in HA): Das Ozonloch über der Antarktis ist so klein wie seit 5 Jahren nicht mehr, meldete das neuseeländischwe Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung. Das Ozonloch sei 2010 noch etwa 22 Millinen Quadtratkilometer groß.

Ende 2012 enden die bisherigen Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls zur CO2-Minderung. Doch die fast 200 Staaten, die zur neuen Protokoll Vereinbarung in Durban zusammen kommen, wollen keine erneuten Zugeständnisse machen, die sie doch nicht einhalten. So stieg der Ausstoß von Treibhausgasen so stark wie nie zuvor. Am 27. 10. 2011 veröffentlichte das amerikanische Energieministerium in einem Bericht neue Zahlen:

2010 wurden mit + 6 % insgesamt 564 Millionen Tonnen mehr CO2 ausgestoßen als 2009. "Das ist ein Monster-Anstieg2 sagte dazu der an den Berechnungen beteiligte Geologe Gregg Marland von der Appalachian State University. Die zusätzliche Luftverschmutzung in den USA und China ist dabei für mehr als die Hälfte der Erhöhung 2010 verantwortlich. Außerdem trägt Indien massiv zu dem Anstieg bei. Besonder China und Indien nutzten mit 8 % mehr immer mehr Kohle.

2007 hieß es, der Grad der Erwärmung hänge von der Verschmutzung ab. Nach jüngsten Erkenntnissen übertreffen die weltweiten Emissionen die schlimmsten Erwartungen des IPCC, der eine Erderwärmung von 2,4 bis 6,4 Grad Celsius 2007 voraussagte.

Während die Zweifler an der globalen Erwärmung dem IPCC Alarmismus vorwarfen, halten Wissenschaftler ihre Vorhersagen heute für zu konservativ, wie John Reilly, Co-Direktor des gemeinsamen Programms von Wissenschaft und Politik für globale veränderung am MIT, sagte.

Granger Morgan von der Carnegie Mellon Universität sagte zu den neuen Erkenntnissen:

"Wir bauen ein erschreckendes Erbe für unsere Kinder und Enkel auf."

Etwas Positives aus dem Bericht des Energieministeriums: Die entwickelten Länder, die 1997 das Protokoll unterschrieben, wie Deutschland, haben ihre Emissionen seitdem verringert. 1990 trugen diese Länder noch zu 60 % des Ausstoßes bei, heute nur noch zu 50 %. Die USA unterschrieben das Protokoll nicht (z. T. aus T-Online 4. 11. 2011).

Abfalldeponien zählen aber zusätzlich zu den größten Klimakillern. Aus Berlin (in Bild 20. 10. 11): "Die 400 bis 600 deutschen Abfalldeponien sind nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe extrem klimaschädlich. Nach Rinderzucht und Reisanbau seien Mülldeponien 'der drittgrößte Methan emittierende Klimakiller weltweit, erklärte die Organisation am Vortag in Berlin.. Eine neue Belüftungsmethode könnte Abhilfe schaffen. Sie führe dzu, dass sich die Umwandlung organischerAbfälle verändert und beschleunigt, weg vom Methan hin zum zweimal weniger klimaschädlichen Kohlendioxyd."

 

Der folgende Abschnitt: Energie-Alternativen

(Ki)


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