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Nicht gewerblich + überparteilich - Übersicht: http://www.info-sd.de/
ZUKUNFT ist möglich
(NA 5)
Inhalt
Der globale Kollaps braucht nicht einzutreten (NA 5.1) - ZUKUNFT ist möglich (NA 5.2) - Institutionen zu nachhaltigem Handeln (NA 5.3) wie Club of Rome, der Frankfurter Zukunftsrat, der Zukunftsrat, HWWI etc.- Die ZUKUNFT erfordert Umdenken und Handeln (NA 5.4). Arena für Nachhaltigkeit (NA 5.5)- Die Anpassung an den Klimawandel in Deutschland (NA 5.6) - Die Nachhaltigkeitskrise (NA 5.7) - Ökologisches Handeln kann helfen (NA 5.8) - Von der Nachhaltigkeits- zur Finanzkrise (NA 5.9) - Eine neue Form des Wirtschaftens (NA 5.10)
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Damit die Pflanzen weiterhin bestäubt werden können, muss die Umwelt gerettet werden.
Viele Institutionen, Firmen und Personen bemühen sich schon um die Umwelt. Mitmachen ist angesagt.
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Der globale Kollaps braucht nicht einzutreten (NA 5.1)
Der globale Kollaps braucht nicht einzutreten, wenn wir alle zusammen in verantwortungsvoller Zusammenarbeit, unter Berücksichtigung der Naturgesetze, dies verhindern. Wenn wir dagegen versuchen klüger als die Natur zu sein, wird die Natur auch ohne uns auskommen müssen und können, um sich zu regenerieren.
Zygmunt Bauman sprach in seinem Buch "Wir Lebenskünstler" (beim Suhrkamp-Verlag 2009) vom "Konsumismus", der einer 1. Bürgerpflicht gleichzukommen scheint. Einer Bürgerpflicht, die zum Untergang der Bürger führen kann. Schon immer begeisterten Politiker ihre Bürger für ihren und anderer Untergang, ob Napoleon, Hitler oder Marx und Engels mit den in die Praxis umsetzenden Gläubigen Stalin und Mao. Diese Gläubigen glaubten nicht an einen gütigen christlichen Gott, sondern spielten stattdessen ihre Unlogik zum Gottersatz und Untergang hoch.
Viele Organisationen setzen sich für den Erhalt des Lebens ein. Die noch nicht genannten sollen unter ZUKUNFT ist möglich und Pro Umwelt Adressen weitgehend genannt werden.
Die Zukunftsforschungen zeigen dabei richtige Forschungen, aber auch Fehler auf. Letztere vor allem dann, wenn der Durch- und Überblick wegen der Komplexität verloren geht. Vielleicht auch wegen des berühmten "Bretts vorm Kopf", der Angst, dass jemand die eingeleiteten "Kreise stören" könnte oder der "Griechischen Krankheit", der Bestechlichkeit. Dienstaufsichtsbeschwerden oder Anzeigen können gegen das Letztere vielleicht helfen. - Siehe auch www.zukunft-deutschland.eu - und dort "Deutsche Zukunft".
ZUKUNFT ist möglich (NA 5.2)
Von den in der Atmosphäre zunehmenden Spurengasen, die durch den sich erhöhenden Treibhauseffekt mit zur Erwärmung führen, sollte dieses Portal zunächst Energie-Alternativen, mit allem Für und Wider, aufzeigen. Notwendig ist dabei aber Wald + Meer, überhaupt die Natur als Grundlage unseres Lebens, zu erhalten - und, am Beispiel Nachhaltige Medizin, oft auch wieder zu entdecken.
Viele Institutionen, Vereine und Stiftungen arbeiten nach Kräften daran, uns eine ZUKUNFT zu ermöglichen. Sie wollen das Leben erhalten und werden teilweise in diesem Abschnitt, teilweise aber auch nachfolgend als Adressen zum Klimaschutz genannt, damit der Leser deren Kräfte vielleicht durch Mitwirkung, Beitritt oder Spenden erhöhen kann.
Der schon zuvor (in "Das Leben erhalten") genannte "Weltzukunftsrat" oder "The World Future Concil" (WFC) brachte als erstes Buch einer geplanten Reihe "ZUKUNFT ist möglich - Wege aus dem Klima-Chaos" von Herbert Girardet heraus. Hieraus sollen ergänzend oder zusammenfassend einige Aussagen gebracht werden: Die Sonne mit ihren Nebenprodukten (Wind, Wasser, Biomasse) liefert pro Tag 15.000-mal mehr Energie, als auf der Erde verbraucht werden können. Die Kosten für Kernfusion (als oft gedachter Nachfolger des Atomstroms) wären noch 7-mal höher als für Atomstrom.
Zu den "Herausforderungen für die Landwirdschaft im Zeitalter des Klimawandels" heißt es beispielsweise: Verminderung des Kunstdüngers (der zunehmend bei Insekten und Pflanzen genetische Resistenz gegen Pestizide erzeugt) und der künstlichen Bewässerung (die teilweise zur Versalzung des Bodens führt) sowie der Fleischerzeugung, stärkere Ausrichtung auf lokale Versorgung.
"Das Klima und der Amazonas" zeigt, dass die Abholzung, beispielsweise für Soja, gewaltige CO2-Emissionen verursacht. Als Möglichkeit zur "Schaffung lebenswerter und nachhaltiger Städte" wird sodann der Entwurf einer "Öko-Polis" dargestellt und erläutert. "Eine grundlegend neue Vision für den Welthandel" zeigt die Möglichkeiten zur Beseitigung ökonomischer Ungerechtigkeiten unter Berücksichtigung der Umweltkosten auf. - Girardet 360 S. , geb. 22,- €, EVA 2007.
Eine Wichtige Aussage des Buches lautet: "Die knappe Ressource ist nicht das Öl, nicht das Gas und auch nicht das Uran; es ist die Zeit, die wir noch haben, um unsere Verhaltensweisen den Anforderungen und Grenzen unserer Umwelt anzupassen." - Noch einmal:
"Die knappe Ressource ist ... die Zeit, die wir noch haben, um unsere Verhaltensweisen den Anforderungen und Grenzen unserer Umwelt anzupassen." (Aus ZUKUNFT ist möglich EVA).
Dazu gehören auch schnellere Innovationen, schnelleres und besseres Handeln (siehe auch Zukunftsforschungen), Abbau unnötiger Bürokratie und Verteidigung demokratischer Gewaltenteilung, Fehlermöglichkeiten berücksichtigen und verhindern.
Im Juli 2008 begeisterte Papst Benedikt XVI 200.000 Jugendliche in Sydney mit grundlegend die Zukunft einfordernden Sätzen über den Schutz der Schöpfung. Er geißelte ein unersättliches Konsumverhalten und ein Fernsehen und Internet, in denen Sex und Gewalt zu Unterhaltungszwecken ausgebeutet würden.
"Brot und Spiele" sollten durch Wissen von der Vergangenheit und einer daraus lernenden Kultur für die Zukunft abgelöst werden.
Wichtige Institutionen zur Hilfe bei Lösungen (NA 5.3)
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"The CLUB OF ROME": Prof. Dr. Franz Josef Rademacher wurde bereits beim Tag des Ökolandbaus im Februar 2008 in Berlin genannt. Er ist Mitglied des Club of Rome und sagte, dass wir "eine Revolution für ein Global Governance" brauchen. Und weiter stellte er fest: Ohne weltweite verbindliche, gemeinsam entwickelte Standarts droht der ökologische Kollaps. Ökologischer Landbau, so sagte er, sei ein Modell nachhaltigen Wirtschaftens, stabilisiere sensible Böden der Tropen und Subtropen und trage damit zur Ertragssteigerung und Ernährungssicherung bei. Der Club of Rome zog 2008 nach Zürich um. Die neue Anschrift in Zürich lautet: The Club of Rome, Raemistrasse 18, 8001 CH-Zürich. Der Club of Rome hat seinen Ursprung in der Zusammenkunft von Wissenschaftlern in Rom, die vor über 30 Jahren (1972) die "Grenzen des Wachstums" prognostizierten. Diese wurden dann in dem gleichnamigen Buch von Meadows weltweit publiziert (siehe auch www.leben-in-deutschland.eu ). In vielen Ländern der Erde, auch in China, hat der Club heute associate-, active- und honorary members. Link unten NA 1.7. The Club of Rome: www.clubofrome.org/
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"Biota": Im Jahre 2000 wurde bereits das deutsch-afrikanische Gemeinschaftsprojekt „Biota“ gegründet. Hier erarbeiten 340 Mitarbeiter aus 70 Institutionen unter dem Koordinator Professor Norbert Jürgens (Uni Hamburg) Kenntnisse und Werkzeuge, zu nachhaltiger Landnutzung und dem Schutz der enormen biologischen Vielfalt. Biota Projekte laufen zur Zeit wie folgt: Biota Marokko, Biota Westafrika, Biota Ostafrika, Biota Südafrika und Kongo Projekt. Siehe auch www.biota-afrika.com (ang in HA 14. 2. 08).
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Der "Frankfurter Zukunftsrat": In Frankfurt wurde im März 2008 der "Frankfurter Zukunftsrat" gegründet. Der Historiker und Volkswirt Manfred Pohl, der Hirnforscher Wolf Singer, der Mediziner Dietrich Grönemeyer, der Philosoph Peter Sloterdijk und die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro sowie Rudolf Scharping (SPD) und Friedrich Merz (CDU) gehören (parteiübergreifend) dazu.
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Der "Zukunftsrat": Durch die Idee der Agenda 2010 im Jahre 2004 wurde auch nachhaltiges Handeln gefördert. In vielen Bundesländern entwickelten sich Aktivitäten. Die öffentliche Förderung unterblieb dann teilweise ab Ende 2006, weil plötzlich kaum noch jemand etwas von der Agenda wissen wollte. Unter www.agenda-service.de sind allerdings noch Publikationen und Erfindungen aus dieser Zeit zu finden. Einige Zusammenschlüsse zum nachaltigen Handeln blieben aber bestehen.
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Das umweltfreundliche Hamburg mit der ersten Schwarz-Grünen-Landesregierung hat seinen Zukunftsrat Hamburg noch erhalten. Unter www.zukunftsrat.de findet man viele angeschlossene Firmen und Institutionen.
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Die Bundesregierung berät der "Rat für nachhaltige Entwicklung", sodann der Umweltrat SRU: www.umweltrat.de
Die ZUKUNFT erfordert: Umdenken und Handeln (NA 5.4)
Ende August 2008 warnte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vor handfesten Versorgungslücken bei wichtigen Importrohstoffen (dpa 26. 8. 08 in HA). Vor allem bei Chrom, Platin und Palladium bedrohe eine "besonders kritische Versorgungslage" ganze Branchen, wie Autoindustrie, Chemie und Edelstahlerzeuger. "Das ist Sprengsatz für unseren Wohlstand", sagte Institutsdirektor Hüther. Er forderte, dass die EU und die Bundesrepublik für mehr Freihandel und Investitionssicherheit kämpfen müssten, um Fusionen und Marktmacht in Lieferländern wie Russland und Südafrika zu begegnen. Deutschland bezieht rund 40 % seiner Erdgas- und rund 35 % seiner Rohölimporte aus Russland.
Der Preistrend für Öl (und Gas) geht laut IW langfristig nach oben. Umso erforderlicher sei ein ausreichender Energiemix, der neben Kohle, Gas und Ökoenergien auch die Atomenergie umfassen müsste.
Prof. Christoph Hubig ist Direktor des Instituts für Philosophie an der Uni Stuttgart. Er zitiert den französischen Philosophen Descartes aus einer Epoche des frühen 17. Jahrh., die damals ebenfalls als Zeit des Umbruchs empfunden wurde. Descartes entwickelte als Orientierungshilfe die "provisorische Moral", die vier Regeln umfasste:
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Man soll sich zunächst an bewährten Traditionen orientieren, also Besitzstände und Errungenschaften nicht ohne Zwang aufgeben.
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In Krisenzeiten sind riskante Entscheidungen durchzuhalten, statt die Strategien zu wechseln.
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Die Grenzen der Machbarkeit, insbesondere des Managements der Folgen, sind nicht zu überschreiten.
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Für jeden konkreten Fall sind Elemente der ersten 3 Regeln der Situation entsprechend miteinander in Einklang zu bringen.
Anm.: Als Quelle wird in einer Initiative der Deutschen Braunkohle genannt: René Descartes: Discours de la méthode 1634/1644, Anpassungen, Prof. Dr. Hubig.
Wir werden über die provisorische Moral zur wirklichen Moral als Gruppe (z. B. EU) gezwungen werden oder als Gruppe untergehen - siehe auch www.deutsche-wirklichkeit.de bzw. über www.info-sd.de DE 7. - entsprechend dem Untergang des 3. Reiches oder des Sozialismus.
Die Knappheit der Ressourcen wird zum Vorteil für das Klima: "Nicht die Daten zum Abschmelzen des Polareises haben dazu geführt, dass jetzt alle Automobilfabriken nach dem Hybridmotor suchen, sondern der rasante Anstieg des Benzinpreises..." (Töpfer).
In dem schon wiederholt erwähnten Gespräch des bekannten Umweltexsperten Prof. Töpfer mit A. Hillmer (25. 8. 08 in HA) ging Töpfer bei seinen Zukunftsperspektiven aber noch weiter: "Natürlich müssen wir von den fossilen Energieträgern wegkommen, weil die Klimawandel verursachen. Aber wir müssen auch deshalb alles daransetzen, neue Energieträger zu bekommen, weil wir mit Kohle, Öl und Gas keine 8,5 Milliarden Menschen versorgen können. Wir werden Verteilungskämpfe bekommen, so wie wir Verteilungskämpfe um den Wasserzugang haben." und an anderer Stelle: "Wir kommen eindeutig zum Ende der Wegwerfgesellschaft." - Oder: "Die Bevölkerung dieser Erde kann bei einer sinnvollen landwirtschaftlichen Entwicklung voll und ganz ernährt werden, ohne dass wir je Gentechnologie brauchen." Hierzu berichtet er zuvor als Beispiel aus Kenia. Dort konnten die einheimischen Bauern für ihre Produkte keine kostendeckenden Preise erzielen, wenn ihr Markt durch eine gute Maisernte in den USA von dort überschwemmt wurde.
Ein drastischer Aufruf zum schnellen Handeln ist auch der Öko-Thriller: „Das Tahiti Projekt“ des Hamburger Journalisten Dirk C. Fleck. Er setzt die Prognosen über Klimawandel, Umweltkatastrophen und die letzten Rohstoffvorräte in eine fiktive Handlung um – die Handlung einer dunklen Zukunft, wenn nicht schnell überall gehandelt wird. Dabei geht es um die Verschmutzung der Atmosphäre, der Meere, des Landes, des Waldraubbaus und so fort. Das Buch des bekannten Autoren soll wahrscheinlich in den USA verfilmt werden. Erhältlich im Buchhandel.
Eine ARENA für NACHHALTIGKEIT (NA 5.5)
Mindestens jährlich einmal findet die "ARENA für NACHHALTIGKEIT" im Bio-Seehotel Zeulenroda statt. Siehe www.nachhaltigkeitsarena.de . Hier kann sich der Mittelstand zusammenfinden, um nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Zum Expertenrat gehören u. a. BAUM e. V., Fraunhofer Gesellschaft, Schweisfurth-Stiftung, Medienpartner wie eve (Ernährung/Vitalität/Erleben).
Im Vordergrund der Themen stehen u. a. radikale Ressourcenproduktivität, ganzheitliches Innovationsmanagement, intelligente Netzwerke und Nachhaltigkeitskultur. Die vertretene Wirtschaftsethik führt zu nachhaltigem Handeln - mit dem Dreiklang Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald vom Vorstand der Schweisfurth-Stiftung berät Unternehmen bei der Umsetzung einer Nachhaltigkeitskultur, die letztlich zur "nachhaltigen Volkswirtschaft" führen muss.
Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e. V. (B.A.U.M.) will nachhaltiges handeln (siehe http://www.nachhaltiges-handeln.de/ ) durch die Mitglieder und bei den Mitgliedern unterstützen. Vorträge, Veranstaltungen und Regionalbüros in Berlin, Hamm, Leipzig, Hannover und München sollen dies fördern. Der Hauptsitz ist in 20259 Hamburg, Osterstraße 58, Tel.: 040/49 07 11-00, Fax: -99, www.BAUMeV.de .
Siehe auch (www.info-sd.de ): http://www.soziales-deutschland.eu/ - Deutsche Zukunft und Nachhaltige Ökonomie (DE 8.4) - direkt www.nachhaltige-ökonomie.de .
Die Anpassung an den Klimawandel in Deutschland (NA 5.6) Was bedeutet Anpassung an den Klimawandel? Hierzu aus der Pressemitteilung:
"Anpassung ergänzt den Klimaschutz dort, wo wir auf Klimafolgen für Menschen, Umwelt, Wirtschaft treffen, die nicht mehr zu vermeiden sind", erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Der Bundesumweltminister erläuterte bei der Veranstaltung "Aktion Klima Plus" (April 2010), was die Bundesregierung tut, um Deutschland auf den Klimawandel vorzubereiten. Die Konferenz in Düsseldorf dient dazu, Lösungen für ländliche Kommunen zu erarbeiten.
Ein erster Schritt war die "Deutsche Anpassungsstrategie an die Folgen des Klimawandels" (DAS). Sie wurde im Dezember 2008 vom Kabinett beschlossen und beschrieb erste Anpassungsoptionen.
Da sich die Klimafolgen immer regional niederschlagen, müssen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam arbeiten. Der nächste Schritt ist ein gemeinsamer "Aktionsplan Anpassung", der konkrete Schritte enthält und im Frühjahr 2011 vorliegen soll.
Bundesumweltminister Röttgen unterstrich den Beitrag der Kommunen nicht nur bei der Anpassung an den Klimawandel, sondern auch für den Klimaschutz. Durch Kraft-Wärme-Kopplung oder Modernisierungsmaßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung haben sie erheblich zur CO2-Reduktion beigetragen. Immer mehr Kommunen setzen sich ambitionierte Ziele.
Die Förderung des kommunalen Klimaschutzes sei ein Schwerpunkt der nationalen Klimaschutzinitiative, sagte Röttgen. Seit 2008 konnten über 400 kommunale Klimaschutzkonzepte gefördert werden.
Klimafolgen in den Regionen – Ausschnitte aus der Anpassungsstrategie
Zentrale Teile Ostdeutschlands, das nordostdeutsche Tiefland und die südostdeutschen Becken und Hügel könnten künftig verstärkt durch ein geringeres Wasserangebot betroffen sein.
Für die Region der links- und rechtsrheinischen Mittelgebirge wird ein insgesamt niederschlagsreicheres Klima angenommen. Dies lässt Folgen für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Hochwasserschutz erwarten. Im Oberrheingraben könnten Hitzebelastungen häufiger und intensiver werden, zudem könnte die Hochwassergefahr steigen.
Die Alpenregionen sind in ihrer Biodiversität sehr anfällig. Der Rückgang der Gletscher hätte wasserwirtschaftliche Auswirkungen. Eine verminderte Schneesicherheit wirkt negativ auf die Attraktivität von Wintersportgebieten. Mit veränderten Gefahrenpotentialen für Naturgefahren, wie Steinschläge oder Muren, muss gerechnet werden.
Die Küstenregionen könnten zunehmend durch den Meeresspiegelanstieg und ein geändertes Sturmklima gefährdet werden. Die norddeutschen Küstenländer sind daher intensiv dabei, mögliche Gefährdungen des Küstenraums zu ermitteln und entsprechende Anpassungsmaßnahmen einzuleiten.
Die Nachhaltigkeitskrise (NA 5.7)
Die Nachhaltigkeitskrise verlangt: "Haltet inne, immer größere Autos zu bauen, immer mehr um den Globus zu fahren und zu fliegen, immer mehr Energie zu verbrauchen, immer mehr Abfall zu produzieren, die Meere zu verschmutzen und leer zu fischen, die Wälder abzubrennen. Haltet inne, nicht notwendige oder nachteilige Arbeit auszuführen!" - Die Marktwirtschaft machte die Krise sichtbar, bei der viele Fehlplaner nun nach dem Staat rufen und riefen.
Die Energiepreise werden mit größter Geschwindigkeit steigen. Notwendig sind deshalb nachhaltige Energieeffizienz, Energieeinsparung und Innovation. Dabei darf sich das Kohlendoxyd nicht weiter vermehren - oder muss nachhaltig und preiswert ausgeschieden werden, wenn es geht. Es geht aber wahrscheinlich nicht.
Ob bei Kohlendioxydeinlagerungen, die nicht funktionieren, oder Elbvertiefungen, die nicht nachhaltig sind, ob bei Opel-Autos, die schon von der Menge her auch Umweltverschmutzer sind (genau wie andere Autos auch). Das Geld der Kinder darf nicht weiter in deren Untergang investiert werden.
Das Und selbstverständlich gehört zur Nachhaltigkeit auch eine nachhaltige Endlagerung des Atommülls, nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Bisherige Maßnahmen und Forschungsergebnisse können auch falsch sein, wie auch die Endlagerungsfehler gezeigt haben.
Ein Beispiel wurde im SPIEGEL-GESPRÄCH (17/09) mit dem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) im April 2009 angesprochen:
SPIEGEL: "Wird es Ihnen gelingen, den Atommüll-Sumpf im Bergwerk Asse trockenzulegen, wo jetzt plötzlich auch noch arsenhaltige Pflanzenschutzmittel und Tierkadaver auftauchen?"
Gabriel: "Es ist schlimm, was da an immer neuen Sachen hochkommt. Diejenigen, die damals Verantwortung trugen - sei es als Betreiber der Asse oder in der Atomindustrie -, haben katastrophale Fehler gemacht. Jetzt wird endlich alles offen gelegt. und es werden erstmals unter Beteiligung der Bevölkerung alle Schließungsoptionen geprüft. Wenn es technisch möglich ist und die Sache langfristig sicherer macht, bin ich dafür, allen Müll aus Asse rauszuholen."
Ein Hauptproblem scheint die sichere Endlagerung des Atommülls zu sein. Sie sollte in der Welt und in Deutschland bis zum ausreichenden Abklingen der Radioaktivität sicher sein. Eine Ingenieursgemeinschaft arbeitet bereits seit einiger Zeit an einer Lösung des Problems. In Grundzügen wurde bereits eine weltweit einsetzbare und vor allem sichere Lagerung erfunden.
Ökologisches Handeln kann helfen (NA 5.8)
Prof. Dr. Harald Welzer will in seinem Buch "Klimakriege" die Diskussion über die Erderwärmung auch zur kulturellen Frage lenken: "Wie wollen wir morgen leben?" Er schreibt unter anderem:
"Kann eine Kultur langfristig erfolgreich sein, die auf der Aufzehrung von Ressourcen gründet? Kann sie überleben, wenn sie den systematischen Ausschluss von Folgegenerationen in Kauf nimmt? Kann eine solche Kultur modellbildend für jene sein, die sie für ihren eigenen Fortbestand gewinnen muss?" (Prof. H. Welzer in WamS Nr. 28/08).
Schon 1987 hieß es dazu im "Brundtland Bericht": "Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Beürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zuküftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können."
Als Nachhaltigkeit wird auch immer wieder der Einklang von Ökologie, Ökonomie + Soziales bezeichnet. Das "Magische Dreieck" der Nachhaltigkeit.
Ein Beispiel für Ökologisches Handeln ist die Kohlendioxydabscheidung durch Pflanzen (hi/HA 6. 6. 09). Während viele Milliarden Euro in die (wohl so nicht funktionierende) Entwicklung von Abscheidern mit unterirdischer Lagerung (unnötig) investiert werden, wird ein funktonierendes Verfahren übersehen. Achim Steiner, Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) forderte am Umwelttag (5. 6. 09) ein Uno-Programm, das den Schutz von Klima und Ökosystemen verbindet.
Wenn z. B. die Entwaldungsrate der Tropenwälder, nach Steiner, bis 2050 halbiert würde, ersparte dies der Atmosphäre 50 Gigatonnen Kohlenstoff. Dies würde schon 12 % des Reduktionszieles ausmachen. Etwa 15 % der Emissionen gingen auf die Waldzerstörung zurück. Oder: Durch die Zerstörung von Mooren werden jährlich 800 Mio. To. Kohlenstoff (C) frei. Oder: Die Landwirtschaft könnte mit entsprechenden Methoden bis 2030 um 2 Gigatonnen C einsparen.
Von der Nachhaltigkeits- zur Finanzkrise (NA 5.9)
Die "Finanzkrise" war das Wort des Jahres 2008. Sie führte in wenigen Wochen zur internationalen Wirtschaftskrise. Vor allem die Banker und deren Vorstände, auch oder sogar besonders bei den deutschen Staatsbanken, hatten scheinbar alles verkehrt gemacht. Dr. Norbert Blüm zog (z. B. in HA Weihnachten 08) den Vergleich zwischen dem homo oeconomicus, der im Dauerstress seiner permanenten Kosten-Nutzen-Analyse als trauriger Egoist lebt, und dem "ehrbaren Kaufmann", der alles in eine moralische Ordnung einfügt, sich in einer Gemeinschaft bewährt, in der niemand über den Tisch gezogen wird.
Blüm schrieb: "Der Weg zur Rettung führt zurück in die Stärkung der Realwirtschaft." Und er zitiert Adam Smith mit: "Die Quelle des Wohlstandes ist die Arbeit." - Geld arbeitet stattdessen nicht. Soweit Blüm unter der Überschrift: "Das Spiel ist aus, das Kasino wird geschlossen." Er - und viele andere - entdeckten fast ausschließlich bei den Banken die Übeltäter.
Der Multimillionär und SAP-Mitbegründer Hasso Plattner weitete den Kreis der Übeltäter im SPIEGEL-GESPRÄCH (1/2009) erheblich aus - bis auf jeden von uns: "Die Welt hat viel zu viel auf Pump gelebt - und tut es noch. Wenn man sich anschaut, wie wir Menschen unsere Umwelt ausbeuten, dann kann man nur zu dem Schluss kommen: Wir alle leben weit über unsere Verhältnisse - und merken es nicht mal. Wenn uns da mal die Rechnung präsentiert wird..."
Eine Realwirtschaft ist auf Dauer auch eine Nachhaltigkeitswirtschaft. Sie muss heute berücksichtigen:
Die Grenzen des Wachstums sind erreicht. Die Finanzkrise mit der nachfolgenden Wirtschaftskrise ist vor allem eine Nachhaltigkeitskrise, die die Marktwirtschaft bei z. T. rückläufiger Bevölkerung sichtbar machte:
Wenn beispielsweise PKW einer Firma nicht mehr gebraucht werden, müsste sie sich umstellen oder verschwinden (Beispiel Wie viel Opel darf sich Deutschland noch leisten? In DER SPIEGEL Nr. 21 09) - oder, wenn weniger Kaufhäuser gebraucht werden, weil die Bevölkerung fast alles hat, müssten welche schließen (Beispiel Arcandor), letzteres gilt für viel Bereiche, die zukünftig noch sichtbar werden, gleichgültig, ob es zu viele Hotels, Bürohäuser, Kreuzfahrtschiffe, Verkehrsflugzeuge oder, oder sind. Ressourcenverbrauchendes Wirtschaftswachstum ist nicht mehr nachhaltig.
Die Wirtschafts- oder Finanzkrise hat also in vielen Bereichen (und nicht nur bei den Banken) ihren Ursprung:
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Alles Handeln muss nachhaltig sein: Schädliche und falsche Globalisierung gehören beispielsweise dazu, wie die subventionierte Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Länder, deren Landwirten damit die Existenz geraubt wird - oder natürlich alle unsere Lebensgrundlagen schädigenden Handlungen, die meistens Inhalt dieses Portals sind.
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Die Quelle nachhaltigen Wohlstandes ist nicht die Arbeit allein, sondern eine notwendige und nachhaltige Arbeit mit nachaltiger Wertschöpfung. Nur diese Arbeit ist zu leisten und zu fördern. Dazu gehört beispielsweise nicht die Errichtung von Gebäuden oder PKW, die bei Fertigstellung keiner mehr benötigt - oder der rücksichtslose Verkauf von Fonds und Aktien dafür.
Durch die heutige Spezialierung ohne Überblick, ohne Orientierung durch Einblick in die Zusammenhänge und durch Geld- und/oder Machtgier (auch Kosten/Nutzen) wird oft die falsche Arbeit gefördert oder finanziert.
Beispiele dazu:
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In Indien nahmen sich 2008 schon über 100 Landwirte das Leben, weil ihre Arbeit ihnen nicht den Lebensunterhalt, wegen Imports billiger und subventionierter Produkte (wie aus den USA), erlaubte. Fast eine Milliarde Menschen in der Welt hungern (nach UNO-Menschenrechtsrat 12/08 AP in HA). Ein großer Teil brauchte nicht zu hungern, wenn sich örtliche Landwirtschaft lohnen würde. In den USA wurden und werden die Menschen arbeitslos, weil dies in China oder anderen Ländern ohne jeglichen Umweltschutz und jeglicher Staats-Sozialleistungen billiger war und ist. Zusätzlich wurde und wird die Ware dann umweltschädigend weit transportiert.
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Die in den USA wegen falscher Globalisierung fehlende Arbeit wurde wegen der Spezialisierung nicht erkannt. Auf Kredit gekaufte Häuser, Wohnungen und PKW konnten nicht mehr abbezahlt werden. Wegen des dort zuvor großen Geldbedarfs hatten viele ausländische Banken ebenfalls ihre Guthaben dort angelegt. Sie müssen sie anlegen, weil sie ja selbst ihren Sparern auch Zinsen geben müssen. Zusätzlich ging auch die Immobilien-Nachfrage in Europa, besonders in Spanien und Großbritannien, zurück.
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Der Überblick geht in der heute spezialisierten Welt vielen Fachleuten und Politikern, nicht nur den Bankern, verloren. Die notwendige Rendite verpflichtet Anbieter nur die positiven Seiten ihres Angebotes darzustellen. Unabhängige Ratgeber, wie Verbraucherzentralen, Stiftung Öko- oder Warentest, Gutachten etc. können hier etwas helfen. Alternativen, wie dem Sozialismus, Kommunismus oder Einparteienregierungen fehlen alle Möglichkeiten der Objektivität und der Überprüfung durch eine Gewaltenteilung. Sie können, im Gegensatz zu einer sozialen Marktwirtschaft, die Probleme nur verschlimmern: Umweltverschmutzung, Hungerkatastrophen und Morde waren immer die Ergebnisse. Auch eine Marktwirtschaft sorgt bei fehlender Gewaltenteilung, wie z. B. in China, genauso wie eine Planwirtschaft, immer für unglaubliche Umweltverschmutzung.
Europa und Deutschland können es wohl noch schaffen, wenn nachhaltig gehandelt wird. Die USA werden sich wohl unter Obama Richtung Nachhaltigkeit ändern. Die Probleme wurden erkannt.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde dann 2010 von der EU- und EURO-Schuldenkrise abgelöst, die plötzlich sichtbar machte, dass gerade die sogenannte Öffentliche Hand in Europa, aber auch in den USA, immer mehr Schulden aufgehäuft hatte.
In www.nachhaltige-ökonomie.de , www.soziales-deutschland.eu und www.ethische-ökonomie.de soll durch Informationen zur Orientierung versucht werden, weitere Krisen durch Nachhaltigkeit zu vermeiden - durch die Notwendigkeit: "nachhaltige Volkswirtschaft" mit nachhaltiger Wertschöpfung.
Eine "Nachhaltige Volkswirtschaft" versucht den Einklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem herzustellen (siehe auch NA 1, Die Ökologiekrise - dieses Portals). -
Ökonomie, Ökologie und Soziales = das sogenannte "Magische Dreieck der Nachhaltigkeit" mit nachhaltiger Wertschöpfung ist gefordert.
Eine neue Form des Wirtschaftens (NA 5.10)
Die EU- und EURO-Schuldenkrise machte plötzlich sichtbar, dass gerade die sogenannte Öffentliche Hand in Europa, einschließlich der Staatsbanken, immer mehr Schulden aufgehäuft hatte. Zum Jahreswechsel 2011/12 erhob beispielsweise die Hamburger Staatsanwaltschaft Anklage gegen 6 Vorstandsmitglieder der staatlichen HSH-Nordbank (dapd in HA 2. 1. 12 + Tagesschau.de 2. 1. 12).
Die Übersichten unter www.finanzkrisendaten.de/eu-schuldenkrise.html zeigen die hohen Haushaltsdefizite und das immer darunter liegende Wirtschaftswachstum der demokratischen EU-Staaten.
Ganz anders sieht es dagegen bei dem zentral von der KP gelenkten und undemokratischen aber marktwirtschaftlichen China aus. Während wegen der Staatsverschuldung in Deutschland etliche den Sozialismus oder sogar den Kommunismus, einschließlich Staatslenkung und -führung durch den Staat, fordern, besprechen andere die Möglichkeit zur "Rückkehr der Ruchlosen", wie Dirk Kurbjuweit in seinem SPIEGEL-Essay (Nr. 52/2011, vom 23. 12.). Denn gerade China verdankt seine ungeheure Kapitalansammlung ja dem Niedriglohn, der Ausbeutung der dortigen Arbeiterklasse und dem großen Fleiß der Bevölkerung, um überleben zu können oder reich zu werden. Zusätzlich ermöglicht diese Kapitalansammlung den Aufkauf von Wissen, Rohstoffen und Energie in der restlichen Welt - und damit zukünftig auch Eimfluss und Macht.
Die Bevölkerung ließ sich dies vor allem deshalb bieten, weil sie der frühere Kommunismus in Armut und Hunger stürzte, genau wie noch heute im benachbarten Nordkorea.
Kurbjuweit schlug am Schluss seines Essays nicht die Rückkehr der Ruchlosigkeit, der Ausbeutung vor. Er empfahl, "die Demokraten müssen genau den anderen Weg einschlagen. Sie dürfen nur den Kapitalismus zulassen, den sie vertragen können, sie müssen Regeln setzen, sie müssen die Gier beschränken, zum Beispiel durch eine Finanztransaktionssteuer und eine strengere Regulierung der Banken. ....
Die Demokraten müssen um die Unternehmen werben, die sich ihren Regeln einfügen wollen. Denen haben sie eine Menge zu bieten: Stabilität, Sicherheit, Redlichkeit, eine wachsendes Umweltbewusstsein und eine gut ausgebildete, leistungsfähige Bevölkerung.- ...demokratischer Kapitalismus gegen ruchlosen."
Auch die FINANCIAL-TIMES-DEUTSCHLAND fragte fast zur gleichen Zeit wie Kurbjuweit (am 29. 12. 2011): "Ist denn die in einer Demokratie eingebettete Marktwirtschaft wirklich der Weisheit letzter Schluss? Insbesondere angesichts der regelmäßigen Fehlpreisbildungen, Blasen oder etwa dem vermeintlichen Erfolg des chinesischen Modells?
Doch sowohl ein historischer als auch ein länderübergreifender Vergleich legen nahe, dass unter diesen Systemen Wohlstand, Freiheit und Frieden am besten gedeihen. Was nicht heißt, dass das System perfekt sei. Es passieren Fehler, man lernt dazu, und manche Stellschrauben müssen ständig neu justiert werden. Etwa das Verhältnis von Staat zum Markt, insbesondere bei der Grundversorgung. Hier stellt sich die Frage, aus welchen Bereichen sich der Staat überhaupt ganz verabschieden kann, und wenn ja, wie stark er dann noch regulieren muss."
Als Beispiele werden als gelungen die Telekommunikation genannt - und als weniger gelungen der öffentliche Nah- und Fernverkehr, die Bahn und die Stromversorgung. Die Probleme von Fehlinvestitionen läge dabei meistens in dem auch von der Börse geforderten Wachstum. Die Überschrift lautete: "Die offene Frage zum Markt der Grundversorgung".
Der Umweltminister Dr. Norbert Röttgen (in HA am 12. 11. 11) trat in seinem Problemlösungsvorschlag "Für eine neue Form des Wirtschaftens" ein - und überschrieb seinen Bericht mit: "Wir müssen bei den Finanzen und der Umwelt umsteuern. Sonst schützen uns bald auch Billionen-Euro-Rettungspakete nicht mehr".
Und dann schrieb er, "wir leben ein Schuldenleben auf Kosten nächster Generationen und der Ressourcen". Und weiter hieß es: "...wir brauchen eine neue Art von Wachstum. Es geht um eine Transformation desWirtschaftslebens von einer Ressourcen verbrauchenden Ökonomie zu einer ressourceneffizienten Wirtschaftsweise, die in ökologisches Kapital investiert, anstatt es unwiederbringlich zu verbrauchen."
Röttgen nannte die Transformation zu einer "Green Economie" nicht nur ein Gebot der Nachhaltigkeit, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit, wenn immer noch 1,4 Mrd. Menschen in Entwicklungsländern an keinerlei Energieversorgung angeschlossen sind, 900 Millionen keinen Zugang zu unbedenklichem Trinkwasser haben und ebensoso viele unter Hunger leiden. "Einen Ausweg aus dieser Situation wird es nur geben, wenn wir den Zugang zu Wasser, Energie und Ernährung dauerhaft sichern. ...Und darum ist es von großer Bedeutung, die Verbindung von Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. Genau dies ist das Ziel der Bonn2011 Nexus Conference, die (am 11. 11. 11) eröffnet wurde." - Doch von deren Ergebnis brachte die Presse kaum etwas.
Zur weiter vom Umweltminister angesprochenen Hoffnung auf die Uno-Klima-Konferenz im südafrikanischen Durban schrieb Christian Schwägerl (in DER SPIEGEL 51/2011, vom 16. 12.): "Es ist vier Uhr früh am Sonntag. Zwei Wochen (vom 2.-15. 12. 11) lang hat die Uno-Klimakonferenz schon darum gerungen, wie eine gefährliche Erderwärmung aufzuhalten ist...." - Und dann hieß es: "Bundesumweltminister Norbert Röttgen sieht alle Länder an Bord für einen Weltklimavertrag, der 2020 in Kraft treten soll. Doch das ist eher eine vage Hoffnung." Die Überschrift dazu lautete: "Riskante Wette: Nach dem Uno-Gipfel von Durban steht die EU mit ihren CO2-Zielen allein da. Darin liegt eine geopolitische Chance für die Europäer."
Eine neue Kultur forderte dann der Kultur SPIEGEL zum Thema in Heft 1 2012, nämlich: "Abspecken!" - und weiter hieß es dann: "Euro-System und Öko-System kollabieren, die Grenzen des Wachstums scheinen erreicht." Und dann folgen Beispielmöglichkeiten des Abspeckens: "Weniger Fleisch, zu viele Termine (9 Mio. Deutsche leiden unter der psychischen Belastung am Arbeitsplatz), weniger Stress, weniger Geld (das Geld dient uns nicht mehr, sondern wir dienen dem Geld), zu viel Gier, zu viel Fett (die Deutschen sind die dicksten Europäer und die viertdickste Nation der Welt), weniger Kalorien, zu viel Abhängigkeit (von Treibstoffen), weniger Verschwendung."
Wie hieß es zuvor vom Umweltminister: "Wir brauchen eine neue Art von Wachstum. Es geht um eine Transformation desWirtschaftslebens von einer Ressourcen verbrauchenden Ökonomie zu einer ressourceneffizienten Wirtschaftsweise, die in ökologisches Kapital investiert, anstatt es unwiederbringlich zu verbrauchen." - Wir sollten dies immer und überall verwirklichen, dann ist auch die Zukunft möglich.
(Ki)
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